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Goldbarren verkaufen: Darauf kommt es an

Goldbarren sind die einfachste Form, Gold zu verkaufen: Gewicht und Feingehalt sind eingeprägt, die Bewertung ist schnell erledigt. Trotzdem gibt es Unterschiede beim Preis, die Sie kennen sollten.

Was ein Goldbarren wert ist

Die meisten Anlagebarren bestehen aus Feingold mit einem Feingehalt von 999,9. Ihr Materialwert entspricht daher nahezu dem aktuellen Goldkurs von pro Gramm. Rechnen Sie Ihren Barren hier durch und vergleichen Sie die Angebote:

Barren erzielen beim Verkauf in der Regel einen höheren Anteil am Materialwert als Schmuck, weil sie nicht eingeschmolzen werden müssen. Den Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis, den sogenannten Spread, gibt es aber trotzdem.

Was den Ankaufspreis beeinflusst

Hersteller und Prägung

Barren bekannter, international anerkannter Scheideanstalten lassen sich problemlos weiterverkaufen. Auf dem Barren sind meist Hersteller, Gewicht, Feingehalt und oft eine Seriennummer eingeprägt. Bei unbekannten Herstellern prüfen Ankäufer genauer und zahlen unter Umständen weniger.

Zustand und Verpackung

Viele kleine Barren werden in einer versiegelten Kunststoffverpackung (Blister) mit Zertifikat verkauft. Ist die Verpackung unversehrt, erleichtert das die Prüfung. Öffnen Sie sie nicht. Stärkere Kratzer, Dellen oder Verformungen können zu Abschlägen führen.

Barrengröße

Kleine Barren sind beim Kauf pro Gramm teurer als große, weil Herstellung und Vertrieb anteilig mehr kosten. Beim Verkauf wird dieser Aufschlag meist nicht vollständig vergütet. Wer etwa viele 1-Gramm-Barren gekauft hat, bekommt beim Verkauf oft einen geringeren Anteil des Kaufpreises zurück als bei einem großen Barren.

Zertifikat und Kaufbeleg

Ein Zertifikat ist hilfreich, aber nicht zwingend. Den Kaufbeleg sollten Sie aufbewahren, weil er die Haltedauer für die Steuer nachweist.

Steuern beim Verkauf von Goldbarren

Physisches Gold gilt steuerlich als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG. Haben Sie den Barren länger als ein Jahr besessen, ist ein Gewinn steuerfrei. Bei kürzerer Haltedauer ist der Gewinn steuerpflichtig, es sei denn, alle Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben im Jahr unter der Freigrenze von 1.000 €. Wird die Freigrenze überschritten, ist der gesamte Gewinn zu versteuern. Mehr unter Gold verkaufen und Steuern. Für Ihren Einzelfall wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater.

Ausweis und Geldwäschegesetz

Beim Verkauf von Barren kommen schnell höhere Summen zusammen. Edelmetallhändler müssen Kunden bei Barzahlungen ab 2.000 € identifizieren, viele Ankäufer verlangen den Ausweis aber unabhängig vom Betrag. Bei Überweisung gelten je nach Händler eigene Regeln. Details unter Gold verkaufen mit Ausweis.

Tipps für den Verkauf

  1. Vergleichen Sie mehrere Ankaufspreise am selben Tag, da sich der Kurs ändert. Der Goldblick-Vergleich hilft dabei.
  2. Fragen Sie nach, ob der Preis für Ihren konkreten Hersteller und Ihre Größe gilt.
  3. Bei größeren Werten ist ein Verkauf vor Ort oder ein versicherter Versand sinnvoll. Klären Sie die Versicherungssumme vorher.
  4. Auch Banken kaufen teilweise Barren an. Was Sie dort erwartet, steht im Ratgeber Gold bei Bank oder Sparkasse verkaufen.

Häufige Fragen

Kann ich einen Barren ohne Zertifikat verkaufen?

Ja. Der Ankäufer prüft den Barren dann selbst. Bei bekannten Herstellern ist das in der Regel unkompliziert.

Muss ich Gewinne aus dem Barrenverkauf versteuern?

Nach mehr als einem Jahr Haltedauer nicht. Bei kürzerer Haltedauer kann der Gewinn steuerpflichtig sein, sofern die Freigrenze von 1.000 € pro Jahr überschritten wird.

Soll ich die Blisterverpackung öffnen?

Nein. Eine unversehrte Originalverpackung erleichtert den Wiederverkauf und die Prüfung.