Startseite › Ratgeber › Goldschmuck verkaufen: So holen Sie das Beste heraus

Goldschmuck verkaufen: So holen Sie das Beste heraus

Beim Verkauf von Goldschmuck stellt sich zuerst eine Frage: Soll das Stück eingeschmolzen werden oder hat es als Schmuck noch einen eigenen Wert? Davon hängt ab, wo Sie am meisten erzielen.

Materialwert oder Schmuckwert?

Jedes Schmuckstück hat einen Materialwert, der sich aus Goldgewicht, Feingehalt und aktuellem Kurs ergibt. Manche Stücke haben darüber hinaus einen Schmuckwert, etwa wegen einer bekannten Marke, besonderer Handarbeit, wertvoller Steine oder weil sie als Antiquität gefragt sind.

  • Nur Materialwert: beschädigte Stücke, einfache Ketten und Ringe, Massenware, aus der Mode gekommener Schmuck. Hier ist ein Goldankäufer die richtige Adresse.
  • Zusätzlicher Schmuckwert: Designer- und Markenschmuck, Stücke mit Diamanten oder Farbsteinen, antiker Schmuck. Hier lohnt sich zusätzlich eine Einschätzung durch einen Juwelier oder ein Auktionshaus.

Den Materialwert berechnen

Der Materialwert ist die Untergrenze, unter der Sie Ihren Schmuck nicht verkaufen sollten. Berechnen Sie ihn hier und sehen Sie direkt die Angebote der Ankäufer:

Aktuelle Werte pro Gramm: 333er Gold , 585er Gold , 750er Gold .

Vorbereitung: So gehen Sie vor

  1. Stempel prüfen: Suchen Sie die Punze auf der Innenseite von Ringen, am Verschluss von Ketten oder an der Rückseite von Anhängern. Hilfe: Goldstempel erkennen.
  2. Nach Feingehalt sortieren: Jede Legierung wird einzeln bewertet.
  3. Wiegen: Mit einer Feinwaage wissen Sie vorher, wie viel Gold Sie anbieten. Anleitung: Gold zu Hause wiegen.
  4. Fotos machen: Fotografieren Sie Ihre Stücke vor dem Verkauf, besonders wenn Sie per Post verschicken.
  5. Unterlagen suchen: Zertifikate, Rechnungen oder Etuis können bei Markenschmuck den Preis erhöhen.

Schmuck mit Steinen

Bei einem reinen Goldankauf werden Steine in der Regel nicht vergütet. Kleine Steine, Zirkonia oder Glas spielen ohnehin keine Rolle. Bei größeren Diamanten oder hochwertigen Farbsteinen sieht das anders aus. Lassen Sie solche Stücke vorher von einem unabhängigen Gutachter oder Juwelier einschätzen. Klären Sie mit dem Ankäufer, ob Steine abgezogen, ausgebaut und zurückgegeben oder mit angekauft werden.

Wo verkauft man Goldschmuck am besten?

Für reinen Materialwert lohnt es sich fast immer, mehrere Goldankäufer zu vergleichen, weil die Ankaufsquoten unterschiedlich ausfallen. Ob online oder lokal: Beides hat Vor- und Nachteile, die der Ratgeber Wo verkauft man Gold am besten? erklärt. Den direkten Vergleich der Ankäufer finden Sie unter Vergleich.

Seien Sie vorsichtig bei Ankäufern, die ohne Wiegen und Prüfen einen Pauschalpreis anbieten oder Sie zu einer schnellen Entscheidung drängen. Mehr im Ratgeber Unseriöse Goldankäufer erkennen.

Steuern und Ausweis

Schmuck, den Sie länger als ein Jahr besitzen, können Sie nach § 23 EStG steuerfrei verkaufen. Da Schmuck beim Kauf meist deutlich über dem Materialwert bezahlt wird, entsteht beim späteren Verkauf ohnehin selten ein Gewinn. Details unter Gold verkaufen und Steuern. Nehmen Sie zum Verkauf Ihren Ausweis mit: Bei Barzahlungen ab 2.000 € ist die Identifizierung gesetzlich vorgeschrieben, viele Ankäufer verlangen sie aber grundsätzlich.

Häufige Fragen

Bekomme ich beim Juwelier mehr als beim Goldankauf?

Für Schmuck mit Marken-, Design- oder Steinwert oft ja. Für einfachen Schmuck zahlen spezialisierte Goldankäufer häufig mehr, weil sie nur den Materialwert kalkulieren.

Soll ich Schmuck vor dem Verkauf reinigen?

Eine schonende Reinigung erleichtert das Ablesen des Stempels. Auf den Materialwert hat sie keinen Einfluss. Polieren Sie antiken Schmuck nicht selbst, das kann dessen Wert mindern.

Was passiert mit verkauftem Goldschmuck?

Einfacher Schmuck wird meist eingeschmolzen und das Gold zurückgewonnen. Gut erhaltene Stücke werden teilweise auch als Gebrauchtschmuck weiterverkauft.