Startseite › Ratgeber › Gold bei Bank oder Sparkasse verkaufen

Gold bei Bank oder Sparkasse verkaufen

Viele Menschen haben ihre Barren und Münzen bei der Hausbank gekauft und möchten sie dort auch wieder verkaufen. Ob das sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, welche Art von Gold Sie haben.

Was kaufen Banken und Sparkassen an?

Das Angebot unterscheidet sich von Institut zu Institut. Grundsätzlich gilt:

  • Barren und Anlagemünzen: Viele Banken und Sparkassen, die Edelmetalle verkaufen, kaufen gängige Barren und Münzen auch wieder an. Manche nur, wenn diese bei ihnen gekauft wurden, oder nur von eigenen Kunden.
  • Schmuck und Altgold: Werden von den meisten Banken nicht angekauft. Hierfür sind Goldankäufer, Juweliere oder Edelmetallhändler die richtige Adresse.
  • Zahngold: Wird von Banken in der Regel nicht angekauft.

Fragen Sie am besten vorher bei Ihrer Filiale nach. Nicht jede Geschäftsstelle hat Edelmetalle vorrätig oder wickelt Ankäufe direkt ab.

Ablauf beim Verkauf über die Bank

  1. Anfrage: Sie fragen bei Ihrer Bank, ob und zu welchen Bedingungen Ihr Gold angekauft wird.
  2. Prüfung: Die Bank prüft Barren oder Münzen. Manche Institute schicken die Ware an ein Partnerunternehmen, was Zeit kosten kann.
  3. Preis: Der Ankaufspreis richtet sich nach dem aktuellen Kurs und den Konditionen der Bank.
  4. Gutschrift: Der Erlös wird in der Regel auf Ihr Konto überwiesen.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Vertrauter Ansprechpartner, besonders wenn Sie dort gekauft haben
  • Verkauf und Gutschrift über das eigene Konto
  • Gold aus dem Schließfach muss nicht weit transportiert werden

Nachteile

  • Schmuck und Altgold werden meist nicht angenommen
  • Die Ankaufspreise sind nicht automatisch die besten
  • Möglicherweise Gebühren oder längere Bearbeitungszeit, wenn extern geprüft wird

Preise vergleichen lohnt sich

Ob die Bank einen guten Preis bietet, sehen Sie erst im Vergleich. Berechnen Sie den Wert Ihrer Barren und vergleichen Sie die Angebote spezialisierter Ankäufer:

Feingold hat derzeit einen Materialwert von pro Gramm. Vergleichen Sie, welchen Anteil davon die Bank auszahlt und welchen andere Händler im Goldblick-Vergleich bieten. Weitere Hinweise unter Goldbarren verkaufen und Goldmünzen verkaufen.

Steuern und Ausweis

Für den Verkauf über die Bank gelten dieselben Regeln wie bei anderen Ankäufern. Physisches Gold ist nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerfrei, bei kürzerer Haltedauer kann ein Gewinn steuerpflichtig sein. Details unter Gold verkaufen und Steuern. Als Bankkunde sind Sie in der Regel bereits identifiziert. Andere Händler müssen Sie bei Barzahlungen ab 2.000 € identifizieren.

Bewahren Sie die Kaufbelege der Bank auf. Sie belegen das Anschaffungsdatum und helfen auch beim Verkauf an einen anderen Händler.

Gold aus dem Bankschließfach

Viele bewahren Barren und Münzen in einem Schließfach auf. Wenn Sie verkaufen möchten, können Sie das Gold entnehmen und dann entscheiden, wohin Sie es bringen. Denken Sie an einen sicheren Transport, vor allem bei größeren Werten. Wer nicht weit fahren möchte, kann prüfen, ob ein seriöser Ankäufer vor Ort in der Nähe der Bank liegt. So vermeiden Sie lange Wege mit wertvollem Gold.

Häufige Fragen

Kauft jede Sparkasse Gold an?

Nein. Ob und welches Gold angekauft wird, entscheidet jedes Institut selbst. Fragen Sie bei Ihrer Filiale nach.

Kann ich Schmuck bei der Bank verkaufen?

In der Regel nicht. Für Schmuck und Altgold sind Goldankäufer und Juweliere die richtige Anlaufstelle.

Muss ich das Gold bei derselben Bank verkaufen, bei der ich es gekauft habe?

Nein. Sie können Ihr Gold an jeden Händler verkaufen. Ein Vergleich lohnt sich, weil die Ankaufspreise unterschiedlich sind.