Gehört das Zahngold mir?
Ja. Zahngold, das bei Ihnen entfernt wurde, gehört Ihnen. Sie können Ihre Zahnarztpraxis bitten, Ihnen ausgebaute Kronen, Brücken oder Inlays mitzugeben. Fragen Sie am besten schon vor der Behandlung danach. Bei Zahngold aus einem Nachlass gilt das Erbrecht wie für andere Wertsachen auch.
Woraus besteht Zahngold?
Dentallegierungen sind keine einheitliche Sache. Sie enthalten neben Gold häufig Platin, Palladium und Silber. Der Goldanteil schwankt je nach Legierung stark, von hochgoldhaltigen Legierungen bis zu Materialien mit wenig oder gar keinem Gold. Ein Stempel ist auf Zahngold nicht vorhanden.
- Hochgoldhaltige Legierungen haben meist eine kräftig gelbe Farbe.
- Weiße oder silbrige Kronen können Palladium- oder Silberlegierungen sein, mit geringem oder keinem Goldanteil.
- Keramik und Kunststoff sind oft mit dem Metall verbunden und werden beim Ankauf abgezogen.
Weil sich der Goldanteil von außen nicht sicher erkennen lässt, bestimmen seriöse Ankäufer ihn durch eine Analyse, meist mittels Röntgenfluoreszenz oder durch Einschmelzen und Scheiden.
Zahngold-Wert berechnen
Für eine erste Einschätzung können Sie das Gewicht eingeben und einen geschätzten Feingehalt wählen. Der Rechner zeigt, was Ankäufer für Zahngold zahlen:
Zum Vergleich: Bei einem Goldanteil von 750 Promille liegt der Materialwert derzeit bei pro Gramm. Das tatsächliche Ergebnis hängt von der Analyse ab und kann deutlich davon abweichen.
So bereiten Sie Zahngold vor
- Reinigen: Legen Sie das Zahngold zur Desinfektion einige Zeit in Alkohol oder ein Desinfektionsmittel. Viele Ankäufer bitten darum.
- Zähne nicht selbst entfernen: Reste von Zähnen müssen Sie nicht mühsam ablösen. Ankäufer rechnen sie heraus. Manche geben an, das Gewicht pauschal zu reduzieren. Fragen Sie nach.
- Wiegen: Notieren Sie das Gesamtgewicht, bevor Sie verkaufen. Mehr dazu: Gold zu Hause wiegen.
- Getrennt halten: Mischen Sie Zahngold nicht mit Schmuck, da beides unterschiedlich bewertet wird.
Worauf Sie beim Ankäufer achten sollten
- Analyse statt Pauschalpreis: Ein seriöser Anbieter bestimmt die Zusammensetzung und nennt Ihnen das Ergebnis.
- Vergütung weiterer Metalle: Platin und Palladium können einen erheblichen Teil des Werts ausmachen. Fragen Sie, ob diese mitbezahlt werden.
- Transparente Abrechnung: Lassen Sie sich Gewicht, ermittelte Anteile und Preise aufschlüsseln.
- Rücksendung: Klären Sie beim Goldankauf per Post, ob Sie Ihr Material zurückbekommen, wenn Sie das Angebot ablehnen, und wer die Kosten trägt. Nach dem Einschmelzen ist das nicht mehr möglich.
Vorsicht bei Ankäufern, die Zahngold ohne Prüfung zu einem niedrigen Festpreis kaufen wollen. Tipps zur Einschätzung im Ratgeber Unseriöse Goldankäufer erkennen. Spezialisierte Anbieter finden Sie im Vergleich.
Häufige Fragen
Muss mir der Zahnarzt mein Zahngold geben?
Das ausgebaute Material gehört Ihnen. Sagen Sie am besten vor der Behandlung, dass Sie es mitnehmen möchten.
Hat jede Zahnkrone Gold?
Nein. Viele Kronen bestehen aus Keramik, Kunststoff oder goldfreien Metalllegierungen. Nur eine Analyse zeigt sicher, wie viel Gold enthalten ist.
Warum zahlen Ankäufer für Zahngold weniger als für Schmuck?
Die Zusammensetzung ist unbekannt, es gibt Fremdmaterial wie Zahnreste und Keramik, und die Aufbereitung ist aufwendiger. Das schlägt sich in der Ankaufsquote nieder.