Warnsignale beim Erstkontakt
- Unaufgeforderte Kontaktaufnahme: Anrufe, Zettel im Briefkasten oder Klingeln an der Haustür mit der Frage nach Gold oder Pelzen.
- Werbung mit unrealistischen Versprechen: „Höchstpreise garantiert“ ohne nachvollziehbare Angaben.
- Kein vollständiges Impressum: Fehlende Anschrift, nur eine Mobilnummer oder ein Postfach.
- Temporäre Ankaufsstände: Ankauf für wenige Tage in Hotels oder Gaststätten. Das muss nicht unseriös sein, erschwert aber Reklamationen.
Warnsignale bei der Bewertung
Beim Wiegen
- Die Waage ist nicht geeicht oder Sie können die Anzeige nicht sehen.
- Alles wird zusammen gewogen statt nach Feingehalt getrennt.
- Große Abzüge für „Fremdmaterial“, ohne dass dies erklärt wird.
Beim Prüfen
- Der Feingehalt wird niedriger angesetzt als der Stempel angibt, ohne nachvollziehbare Prüfung.
- Ihre Stücke werden aus Ihrem Blickfeld gebracht.
- Schmuck wird beschädigt oder eingeschmolzen, bevor Sie zugestimmt haben.
Beim Angebot
- Pauschalpreis „für alles“ ohne Gewicht, Feingehalt und Grammpreis.
- Kein schriftlicher Ankaufsbeleg.
- Nachträgliche Abzüge, die vorher nicht genannt wurden.
- Der Grammpreis liegt weit unter dem aktuellen Materialwert. 585er Gold hat derzeit einen Materialwert von pro Gramm.
Warnsignale im Verhalten
- Zeitdruck: „Das Angebot gilt nur jetzt.“ Ein seriöser Ankäufer lässt Ihnen Zeit zum Vergleichen.
- Ablenkung: Mehrere Personen, Gespräche nebenbei, während Ihr Gold in fremden Händen ist.
- Kein Interesse an Ihrem Ausweis: Bei Barzahlungen ab 2.000 € ist die Identifizierung Pflicht. Wer darauf verzichtet, umgeht Regeln. Mehr unter Gold verkaufen mit Ausweis.
- Weigerung, das Gold zurückzugeben, wenn Sie ablehnen.
Besondere Vorsicht ist bei unangekündigten Besuchen an der Haustür geboten. Lassen Sie niemanden herein, den Sie nicht selbst bestellt haben. Wie ein sicherer Termin abläuft, steht im Ratgeber Goldankauf per Hausbesuch.
Checkliste für einen sicheren Verkauf
- Wert vorab berechnen, damit Sie das Angebot einschätzen können.
- Gold zu Hause sortieren und wiegen, siehe Gold zu Hause wiegen.
- Anbieter prüfen: Impressum, Adresse, Erreichbarkeit.
- Mehrere Angebote einholen, zum Beispiel über den Goldblick-Vergleich.
- Auf getrennter Bewertung nach Feingehalt bestehen.
- Schriftlichen, aufgeschlüsselten Beleg verlangen.
- Bei Druck oder Unklarheiten: ablehnen und gehen.
Was tun, wenn Sie betrogen wurden?
Wenn Sie den Verdacht haben, übervorteilt oder betrogen worden zu sein, sichern Sie alle Unterlagen wie Belege, Fotos und Nachrichten. Wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale. Bei Diebstahl oder Betrug erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Wie Goldblick Anbieter auswählt und bewertet, erklären wir unter So vergleichen wir.
Was einen seriösen Ankäufer ausmacht
Umgekehrt gibt es klare Merkmale für Seriosität: ein vollständiges Impressum, feste Geschäftsräume oder ein erreichbarer Kundenservice, transparente Preise pro Gramm, eine nachvollziehbare Prüfung und ein schriftlicher Beleg. Gute Anbieter erklären Abzüge von sich aus und akzeptieren ein Nein ohne Diskussion.
Häufige Fragen
Sind Goldankäufe in Hotels unseriös?
Nicht zwangsläufig. Es erschwert aber spätere Reklamationen. Achten Sie dort besonders auf Impressum, Beleg und transparente Bewertung.
Woran erkenne ich ein faires Angebot?
Ein faires Angebot nennt Gewicht, Feingehalt und Preis pro Gramm. Vergleichen Sie den Grammpreis mit dem aktuellen Materialwert und mit anderen Anbietern.
Darf ein Ankäufer mein Gold anritzen?
Für einen Säuretest wird manchmal eine kleine Stelle angeritzt. Fragen Sie vorher nach und lehnen Sie ab, wenn Sie das bei einem Stück nicht möchten.