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Silber und Platin: Was gilt für andere Edelmetalle?

Goldblick vergleicht Ankaufspreise für Gold. Viele Schmuckschatullen enthalten aber auch Silber oder Platin. Hier erfahren Sie, wie Sie damit umgehen.

Gold steht bei Goldblick im Fokus

Unsere Live-Preise, der Rechner und der Händlervergleich beziehen sich auf Gold. Gold ist das Edelmetall, das Privatleute am häufigsten verkaufen, ob als Altgold, Schmuck, Zahngold, Münzen oder Barren. Für Silber, Platin und Palladium zeigen wir derzeit keine eigenen Live-Werte und keinen eigenen Vergleich.

Das heißt nicht, dass diese Metalle wertlos wären. Viele Ankäufer, die Gold kaufen, nehmen auch Silber und Platin an. Das Grundprinzip der Bewertung ist dasselbe.

Das Grundprinzip: Feingehalt × Kurs

Für jedes Edelmetall gilt die gleiche Logik wie bei Gold:

Materialwert = Gewicht × Feingehalt × aktueller Kurs des jeweiligen Metalls

Auch bei Silber und Platin wird der Feingehalt in Promille angegeben und ist meist eingestempelt. Den Kurs des jeweiligen Metalls finden Sie bei Börsen- und Finanzportalen. Wie die Rechnung bei Gold funktioniert, zeigt der Ratgeber Goldrechner.

Typische Stempel bei Silber und Platin

Silber

  • 925 (Sterlingsilber): verbreitet bei Schmuck
  • 800 oder 835: häufig bei älterem Silberbesteck und Tafelsilber
  • 999: Feinsilber, etwa bei Anlagemünzen und Barren

Vorsicht bei Besteck mit Zahlen wie „90“ oder „100“: Das ist bei vielen Herstellern eine Angabe zur Stärke der Silberauflage, kein Feingehalt. Solches Besteck ist versilbert, nicht massiv, und hat nur einen geringen Materialwert.

Platin

  • 950: der gängigste Feingehalt bei Platinschmuck
  • Häufig zusätzlich „Pt“ oder „Plat“ im Stempel

Platin sieht Weißgold sehr ähnlich. Achten Sie deshalb genau auf den Stempel. Weißgold trägt eine Goldpunze wie 585 oder 750, Platin dagegen eine Platinkennzeichnung. Weitere Hinweise im Ratgeber Goldstempel erkennen.

Praktische Tipps, wenn Sie gemischtes Edelmetall haben

  1. Sortieren: Trennen Sie Gold, Silber und Platin, bevor Sie Angebote einholen. Gemischte Lose sind schwer zu bewerten.
  2. Gold zuerst vergleichen: Für Ihr Gold können Sie mit Goldblick direkt die Angebote der Ankäufer vergleichen, zum Vergleich.
  3. Beim Ankäufer nachfragen: Fragen Sie, ob Silber und Platin mit angekauft werden und nach welchem Grammpreis.
  4. Wert realistisch einschätzen: Silber hat pro Gramm einen deutlich geringeren Wert als Gold. Bei Silberschmuck lohnt sich ein Verkauf meist erst bei größeren Mengen.
  5. Steuern beachten: Die Regeln für private Veräußerungsgeschäfte gelten für physische Edelmetalle allgemein, siehe Gold verkaufen und Steuern.

Warum der Grammwert so unterschiedlich ist

Gold, Silber und Platin werden an den Märkten zu sehr unterschiedlichen Kursen gehandelt, und diese Kurse entwickeln sich nicht im Gleichschritt. Ein Gramm Silber ist deutlich weniger wert als ein Gramm Gold. Platin kann je nach Marktlage näher am Gold oder deutlich darunter liegen. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf Faustregeln, sondern prüfen Sie den aktuellen Kurs des jeweiligen Metalls, bevor Sie ein Angebot bewerten. Für Gold zeigt Ihnen der Ratgeber Goldpreis aktuell den Live-Wert.

Häufige Fragen

Zeigt Goldblick auch Silber- und Platinpreise an?

Nein, derzeit konzentrieren wir uns ausschließlich auf Gold. Das Bewertungsprinzip lässt sich aber auf andere Edelmetalle übertragen.

Kaufen Goldankäufer auch Silber an?

Viele tun das, aber nicht alle. Fragen Sie beim jeweiligen Anbieter nach, bevor Sie Silber mitbringen oder verschicken.

Wie unterscheide ich Platin von Weißgold?

Am zuverlässigsten über den Stempel. Platin trägt Angaben wie „950“ zusammen mit „Pt“ oder „Plat“, Weißgold eine Goldpunze wie 585 oder 750.