Gold berechnen in drei Schritten
- Art wählen: Schmuck, Zahngold, Münzen oder Barren. Die Art beeinflusst, welchen Anteil am Materialwert Ankäufer typischerweise zahlen.
- Feingehalt wählen: Die Zahl im Stempel, etwa 333, 585, 750 oder 999.
- Gewicht eingeben: Das Gewicht in Gramm, möglichst mit einer Feinwaage gemessen.
Der Rechner nutzt den aktuellen Feingoldpreis von pro Gramm und zeigt Ihnen sowohl den reinen Materialwert als auch die Angebote verschiedener Ankäufer im Vergleich.
Materialwert pro Gramm nach Feingehalt
Wenn Sie wissen möchten, was ein Gramm Ihrer Legierung wert ist, hilft diese Übersicht:
Die Formel hinter dem Goldrechner
Jeder Goldrechner arbeitet nach demselben Prinzip:
Materialwert = Gewicht (g) × Feingehalt (‰) / 1000 × Feingoldpreis pro Gramm
Ein Beispiel ohne Euro-Beträge: Sie haben 25 Gramm Schmuck mit dem Stempel 585. Darin stecken 25 × 0,585 = 14,6 Gramm Feingold. Diese Menge wird mit dem aktuellen Kurs multipliziert. Das Ergebnis ist der Materialwert. Was ein Ankäufer davon auszahlt, hängt von seiner Ankaufsquote ab, die der Rechner im Vergleich berücksichtigt.
Wenn Ihr Schmuck eine Karatangabe statt einer Promillezahl trägt, rechnen Sie so um: Karat geteilt durch 24 ergibt den Goldanteil. 18 Karat entsprechen 750 Promille, 14 Karat 585 Promille, 9 Karat 375 Promille und 8 Karat 333 Promille.
So wird das Ergebnis genauer
- Genau wiegen: Küchenwaagen sind für kleine Schmuckstücke oft zu ungenau. Eine Feinwaage mit Anzeige auf 0,01 Gramm ist ideal. Mehr dazu: Gold zu Hause wiegen.
- Nach Feingehalt trennen: Berechnen Sie jede Legierung einzeln und addieren Sie die Ergebnisse.
- Fremdmaterial abziehen: Steine, Perlen, Uhrwerke oder Stahlfedern gehören nicht zum Goldgewicht.
- Stempel prüfen: Unklare Punzen oder Angaben wie „GP“ deuten auf vergoldeten Schmuck hin. Hilfe bietet Goldstempel erkennen.
Der Rechner liefert eine gute Orientierung. Das verbindliche Angebot erhalten Sie erst nach der Prüfung durch den Ankäufer, weil dort Gewicht und Feingehalt exakt bestimmt werden.
Vom Ergebnis zum Verkauf
Haben Sie den Wert berechnet, lohnt der nächste Schritt: Vergleichen Sie, welche Ankäufer für Ihre Menge und Ihre Goldart die besten Konditionen bieten. Ob Sie lieber persönlich verkaufen oder Ihr Gold verschicken, erklären die Ratgeber Goldankauf vor Ort und Goldankauf per Post. Den vollständigen Anbieterüberblick finden Sie im Goldblick-Vergleich.
Was der Rechner nicht berücksichtigt
Der Goldrechner bewertet Ihr Gold nach Material. Einen möglichen Mehrwert durch Marke, Design, Edelsteine oder Sammlerwert kann er nicht abbilden. Haben Sie Markenschmuck, antike Stücke, Uhren oder seltene Münzen, ist der berechnete Wert die Untergrenze. In solchen Fällen lohnt zusätzlich die Einschätzung eines Juweliers, Uhren- oder Münzhändlers. Mehr dazu in den Ratgebern Goldschmuck verkaufen und Goldmünzen verkaufen.
Häufige Fragen
Wie genau ist der Goldrechner?
Der Rechner arbeitet mit dem aktuellen Goldkurs. Die Genauigkeit hängt vor allem von Ihren Angaben zu Gewicht und Feingehalt ab.
Kann ich mit dem Rechner auch Münzen berechnen?
Ja. Wählen Sie als Art „Münzen“ und geben Sie das Gesamtgewicht sowie den Feingehalt ein, etwa 999 für Philharmoniker oder 916 für den Krügerrand.
Warum unterscheiden sich die Angebote der Ankäufer?
Jeder Ankäufer kalkuliert eigene Kosten und Margen. Deshalb zahlen Anbieter für dieselbe Menge Gold unterschiedliche Anteile des Materialwerts.